Dieser Blog-Eintrag ist Teil der Entwicklung einer interaktiven Infografik zum Thema “Virtuelles Wasser”. Mehr Infos gibt es im Pressetext.
Für die Vergleichsebene war noch eine kleine Recherche nötig. Als eine Art Referenz soll dort ein Balkendiagramm angezeigt werden, das den Wasserverbrauch einer Person pro Tag visualisiert. Dies soll helfen die Zahlen des Virtuellen Wassers in Relation zu setzten (Vgl. Eintrag “Interaktionskonzept Vergleichsebene“, 8. Mai 09)
Folgende Zahlen haben wir (bei Wikipedia) gefunden, mit anderen Quellen verglichen und leicht angepasst:
In aller Kürze sagt Wikipedia folgendes zum Thema virtuelles Wasser:
“Als virtuelles Wasser bzw. latentes Wasser wird jenes Wasser bezeichnet, das zur Erzeugung eines Produkts aufgewendet wird. Zieht man die Bilanz des virtuellen Wassers, verbraucht jeder Deutsche pro Tag rund 4000 Liter Wasser.
Den Begriff prägte der englische Geograf John Anthony Allan um 1995. Für seine Leistung erhält der Wissenschaftler 2008 den „Stockholmer Wasserpreis“ des Stockholm International Water Institute.
Mit virtuellem Wasser ist die Wassermenge bezeichnet, die nach einer umfassenden Bilanz als tatsächlich verbrauchte Menge pro Produkt anfällt. Bei der Herstellung eines Mikrochips werden 32 Liter Wasser verbraucht, bei der Herstellung einer Tomate 13 Liter. In die Bilanz geht auch auf den ersten Blick verdeckter Wasserverbrauch ein. Zum Beispiel fällt bei der Erzeugung von Rindfleisch nicht nur der Verbrauch von Trinkwasser für die Tiere an, sondern auch die Bewässerung von Futterpflanzen. Zudem ist die Wasserverbrauchsbilanz von Region zu Region unterschiedlich; in regenreichen Regionen ist der Wasserverbrauch für das gleiche Produkt geringer als in Trockengebieten.”
Nach einer kleinen Recherche (vgl. Eintrag unten, 6. April) zum Thema “Wasser” und der damit zusammenhängenden Problematik, haben wir verschiedene Ideen gesammelt, was unsere Infografik darstellen soll. Anfänglich haben wir uns stark an der Grafik des BBC (hier) orientiert und wollten diese interaktiv und für Nutzer besser erfahrbarer machen. Eine Idee war z.B. die Verteilung von Wasser und die evtl. daraus resultierenden Konflikte in Bezug zur Zeit darzustellen (Vgl. Skizze) inkl. einem Was-wäre-wenn-Szenario.
Allerdings fanden wir dies zu weitläufig und wenig konkret. Der Film des ZDF (Vgl. Eintrag unten, 6. April) machte uns dann auf die Problematik des virtuellen Wassers aufmerksam. Daraufhin entschieden wir uns für einen Wechsel des Schwerpunkts unserer Infografik. Die zentralen Fragen, die wir mit unserer interaktiven Grafik nun beantworten wollen sind:
Wie ist die Wasserverteilung (Süßwasser/Salzwasser etc.) auf der Erde?
Was ist virtuelles Wasser?
Welches Produkt braucht wieviel virtuelles Wasser?
Wie setzt sich der Wert des virtuellen Wassers bei einem bestimmten Produkt zusammen?