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Artikel Tagged ‘virtuelles Wasser’

Pressetext

8. Juli 2009

Um die fertige Infografik nun auch publik machen zu können gibt es hier einen kurzen Pressetext:

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Virtuelles Wasser interaktiv


Nein, beim Begriff „virtuelles Wasser“ handelt es sich nicht um eine neue Web 2.0-Idee oder gar einen futuristischen Springbrunnen. Vielmehr ist virtuelles Wasser die Menge an Wasser, die ein Produkt in der Herstellung benötigt. Bei einer Tasse Kaffee sind dies z.B. 140 Liter. Das Konzept des virtuellen Wassers hilft die globalen Probleme in Bezug auf das Thema Wasser und den Wassermangel besser verständlich und greifbar zu machen.

Zwei Studenten an der Hochschule der Medien in Stuttgart haben sich nun diesem Konzept gestellt und die Thematik „virtuelles Wasser“ digital aufbereitet. Das Ergebnis ist eine interaktive Infografik, die den Nutzer sensibilisieren und Wissen vermitteln will. Dabei setzten die beiden Informationsdesign-Studenten Andrea Müller und Jürgen Röhm ganz auf den Alltagsbezug ihrer Grafik und eine intuitive Bedienung.

So können die Nutzer z.B. per Drag n’ Drop den virtuellen Wassergehalt von verschiedenen Produkten vergleichen. Eine Darstellung der Wassermenge durch bekannte Größen wie beispielsweise eine Badewanne veranschaulicht dabei die abstrakten Zahlen. Im zweiten Teil der interaktiven Grafik werden exemplarisch die Stationen der Kaffeeherstellung erklärt. So kann nachvollzogen werden, wie sich der virtuelle Wassergehalt von Produkten berechnet.

Die Entstehung der interaktiven Infografik haben Müller und Röhm ausführlich in einem Blog dokumentiert. Dort ist nicht nur die Grafik selbst zu sehen, sondern es können alle Stationen der Entwicklung, vom ersten Brainstorming bis hin zur Umsetzung, nachvollzogen werden.

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Link zur Infografik: www.info-design.net/infografik
Link zum Blog: www.info-design.net

Und hier noch zwei exemplarische Screenshots der Infografik:———
Screenshot "Produktvergleich" - Interaktive Infografik zum Thema "Virtuelles Wasser"Screenshot "Kaffeeherstellung" - Interaktive Infografik zum Thema "Virtuelles Wasser"

Verschiedenes , , , , , , , ,

Die Infografik ist fertig!

7. Juli 2009

Nach vielen Tagen und Nächten Arbeit ist unsere interaktive Infografik nun endlich fertig! Wir freuen uns über sämtliche Meinungen & Kommentare.

Screenshot "Produktvergleich" - Interaktive Infografik zum Thema "Virtuelles Wasser"Screenshot "Kaffeeherstellung" - Interaktive Infografik zum Thema "Virtuelles Wasser"

Und hier geht’s zur interaktiven Infografik! (!) Es öffnet sich ein externes Fenster.

* Kleiner Hinweis: Die Wassermengen bei der Kaffeeherstellung sind teilweise gerundet um sie besser verständlich zu machen.

Umsetzung, Verschiedenes , ,

Infografik in der ZEIT

20. Juni 2009

Infografik der ZEITDurch eine E-Mail eines interessieren Besuchers unseres Blogs wurden wir auf die aktuelle Ausgabe der Zeit aufmerksam gemacht. Darin gibt es eine schön gestaltete Infografik zum Thema Virtuelles Wasser.

Das Konzept dabei ist unserem ähnlich und enthält z.B. einen Vergleich verschiedener Produkte, eine Form der Visualisierung von Wassermengen, einen Vergleich mit dem realen Wasserverbrauch einer Person pro Tag, eine kurze Info, wie sich virtuelles Wasser berechnet und die Information wieviel Wasser der Erde überhaupt nutzbar ist. Alles Elemente, die in unserem Konzept ebenfalls auftauchen!

Die Infografik lässt sich als PDF auf http://www.zeit.de/online/2009/25/infografik-wasser herunterladen.

Recherche, Verschiedenes , , ,

Virtuelles Wasser bei der Kaffeeherstellung

19. Mai 2009

Anhand von Kaffee möchten wir die Zusammensetzung der Zahlen für das virtuelle Wasser einzelner Produkte (140L für eine Tasse Kaffee) demonstrieren (Vgl. Eintrag vom 12. Mai). Allerdings ergaben sich bei der Recherche verschiedene Schwierigkeiten, wie die Thematik visualisiert und erklärt werden kann.

Wasser steckt fast nur in der Pflanze

Fast alles Wasser, was für die Herstellung von Kaffee benötigt wird, steckt in der Kaffeepflanze. Die einzelnen Schritte in der Weiterverarbeitung benötigen selbst kaum Wasser. Im Verlauf verlieren die anfänglichen Kaffeekirschen allerdings immer mehr an Masse und damit auch an virtuellem Wasser. Am Schluss bleiben von den Kaffeekirschen nur noch die gerösteten Bohnen (die Kerne der Kirschen) übrig. Der enorme Wasserverbrauch hängt also damit zusammen, dass viel Pflanze für wenig Kaffee gebraucht wird.

Infografik muss “Verlust” erklärenAbnahme der Masse von Kaffee(-kirschen) währrend der Kaffeeherstellung

Daraus ergibt sich, dass die Prozess-Ebene erklären muss, in welcher Station wieviel Masse der Kaffeekirschen verloren geht. Beim Prozessschritt “Fruchtfleisch entfernen” fallen z.B. 50% der Kaffeekirsche weg, wodurch das Wasser verloren geht, was darin steckt. Man benötigt für eine Tasse Kaffee (125ml) 52g Kaffeekirschen. Im Laufe der Weiterverarbeitung werden daraus aber nur 7g geröstete Kaffeebohnen (Vgl. Grafik ‘Abnahme der Masse’).

Wasserverbrauch und -Verlust  bei der Kaffeeherstellung

Tabelle mit Berechnung zum Wasserverbrauch und ProduktverlustBasierend auf der wissenschaftlichen Arbeit von A.K. Chapagain und A.Y. Hoekstra, “The water needed to have the Dutch drink coffee” (Vgl. Eintrag vom 14.April) haben wir die Werte für eine einzelne Tasse Kaffee errechnet. Dabei entstand eine Tabelle, welche die einzelnen Stationen, den Verlust an Masse und den Wasserverbrauch enthält (Vgl. Grafik). Diese Tabelle wird Grundlage für unsere interaktive Infografik sein.

Die Originaltabelle gibt es hier zum Download (XSLX-Format, 48Kb).

Storyboard , , , , ,

Kampagne des FAO

11. Mai 2009


Auch die ‘Water Developement and Management Unit’ des FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) bietet zahlreiche Informationen zum Thema Wasser und Ressourcen. Unter anderem gibt es eine Kampagne um die Öffentlichkeit über virtuelles Wasser zu informieren.

Plakat des FAOTeil der Kampagne ist eine (ansatzweise interaktive) Animation auf dieser Seite: http://www.fao.org/nr/water/infores_multimedia.html (Vgl. YouTube Video oben).

Außerdem bietet das FAO verschiedene kate, Flyer und E-Cards auf dieser Seite an: http://www.fao.org/nr/water/promotional.html

Auf YouTube finden sich außerdem noch weitere Videos unter http://www.youtube.com/faowater

Kritik

Unserer Meinung nach sind die Medien der Kampagne zwar schön gestaltet, Informationsgehalt und Behaltensleistung lassen aber sehr zu wünschen übrig. Die Animation verfälscht die grafische Repräsentation von Daten, ist nur minimal interaktiv (Play/Pause) und wirkt wenig ansprechend auf den Nutzer.

Recherche, Verschiedenes , , , ,

Produktwahl für die Vergleichsebene

26. April 2009

Unsere interaktive Infografik soll die Möglichkeit bieten den Wasserverbrauch häufig genutzter und bekannter Produkte miteinander zu vergleichen (vgl. Beitrag vom 21. April “Storytelling“). Um einen guten Einblick in die Thematik geben zu können, haben wir uns für Produkte aus unterschiedlichen Bereichen entschieden, mit denen sehr viele Menschen in Berührung kommen. Die folgenden Produkte werden in der interaktiven Infografik visualisiert:

  • Kaffee:                  140 l   (Eine Tasse, 125 ml) (-> Badewanne)
  • T-Shirt:                4100 l   (Größe M; 500g) (-> Tanklöschfahrzeug)
  • Papier:                    10 l   (1 DinA4 Blatt; 80g/m³) (-> Eimer)
  • Apfel:                      70 l   (100g) (-> Aquarium)
  • Hamburger:          2400 l   (150g) (-> Gartenteich)

Optional:

  • Schuhe:               8000 l           (1 Paar; Rindleder)
  • Brot:                       40 l           (1 Scheibe Weißbrot; 30 g)
Quelle: Water Footprint Network (http://www.waterfootprint.org/?page=files/productgallery) und A.K. Chapagain & A.Y. Hoekstra, ‘Water Footprint of Nations’ UNESCO-IHE, Volume 1 (Tabelle Seite 42).

Konzeption , , ,

Links, Infos und Quellen zum Thema

25. April 2009

Zum Thema virtuelles Wasser gibt es zahlreiche Abhandlungen, Berichte und Artikel.  Einige davon sind hier aufgelistet und dienten uns bei der Konzeption der interaktiven Infografik als Quellen:

Water Footprint Network: DIE Quelle für Informationen rund um das Thema “virtuelles Wasser”. Das WFN wurde unter anderem von Prof. Arjen Y. Hoekstra gegründet, dem Erfinder des Water-Footprint-Konzepts zu dem auch der Aspekt des virtuellen Wasser gehört. Die non-profit Organisation arbeitet mit Partnern wie z.B. WWF und UNESCO zusammen. Auf der Website www.waterfootprint.org (Engl.) finden sich zahlreiche wissenschaftlich fundierte Fakten und Publikationen. Die Zahlen und Fakten unserer interaktiven Infografik beziehen sich auf diese Arbeiten und Veröffentlichungen des WFN!

WWF Plakat zu Virtuellem Wasser, (c) WWFWWF: Auch WWF Deutschland bietet Informationen zum virtuellen Wasser. Die Organisation versucht auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen und publiziert z.B. ein Plakat, das die (virtuellen) Wassermengen von verschiedenen Produkten darstellt (Vgl. Abbildung links, (C) WWF Deutschland). Dieses Plakat und die dazugehörige Pressemeldung gibt es unter http://www.wwf.de/presse/details/news/185_liter_wasser_in_einer_tuete_chips/.

Süddeutsche Zeitung: Der Artikel der Süddeutschen Zeitung führt sehr gut in die Thematik des virtuellen Wassers ein und beleuchtet auch den Zusammenhang mit gobalen (Wasser-)Problemen. Zu lesen gibt’s den Artikel unter  http://www.sueddeutsche.de/wissen/552/325417/text/

World Water Forum: Das World Water Forum beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema “virtuelles Wasser”. Auf der Website http://worldwatercouncil.org/index.php?id=866&L=1%2Fp…ent.by.ru%2Fr57.php%3F%3F%2Finclude%2Finc_ext%2Fspaw%2Fdialogs%2Ftable.php%3Fspaw_root%3Dhttp%3A finden sich zahlreiche Informationen und Berichte. Der Fokus liegt dabei auf der globalen Sicht, wobei z.B. der Handel mit virtuellem Wasser (also Wasser-intensiven-Produkten) beleuchtet wird. Außwirkungen des Water-Footprint-Konzepts und die damit zusammenhängenden Lösungsmöglichkeiten für das Problem der Wasserknappheit werden dort ebenfalls diskutiert.

Insgesamt ist zu sagen, dass wir uns bei Recherche und Konzept unserer interaktiven Infografik am Ziel orientiert haben den (evtl. unwissenden) Nutzer für dieses Thema zu sensibilisieren. In die Konzeption sind deswegen nur die Informationen eingeflossen, die mit dem Alltag der Nutzer zu tun haben. Beispielsweise die Problematik des weltweiten Handels mit virtuellem Wasser haben wir aus diesem Grund außen vor gelassen.

Recherche , , , , ,

Storytelling

21. April 2009

Scribbel zum Grobkonzept

Unsere Infografik soll in verschiedene Informationsebenen gegliedert werden. Jede Ebene beantwortet dabei 1-2 Fragen, die wir bereits definiert haben (vgl. Beitrag vom 14. April). Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit tiefer in die Materie einzusteigen und selber zu explorieren und zu navigieren. Ein interess-ierter Nutzer wird sich dabei z.B. alle Ebenen anschauen, ein weniger interessierter Nutzer evtl. nur die Erste.

Scribbel zum Intro1. Intro (evtl. als Film):

Das Intro erklärt, dass der Teil des nutzbaren Wassers auf der Erde verschwindend gering ist. Hier soll der Betrachter sensibilisiert werden, um welches Wasser es überhaupt geht.

Über 70% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Davon sind:

  • 97,5 % Salzwasser
  • 2,5% Süßwasser

Dieses Süßwasser ist folgendermaßen aufgeteilt:

  • 68,9% in Gletschern
  • 30,8% im Grundwasser
  • 0,3% in Seen und Flüssen

Insgesamt ist nur 0,01% des Wassers auf der Erde leicht zugängliches und nutzbares Süßwasser!

Dieses nutzbare Wasser wird für folgende Bereiche verwendet:

  • 70% für Lanwirtschaft
  • 22% für Industrie
  • 8% für Haushalt

Somit stecken 92% in den Produkten die wir produzieren und konsumieren (Nahrung, Kleidung, etc.). Mit diesem Wasser stehen wir nicht in direkter Verbindung. Unter virtuellem Wasser versteht man die Menge an sauberem Frischwasser, die zur Herstellung eines bestimmten Produktes verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird.

(Quelle: BBC http://news.bbc.co.uk/2/shared/spl/hi/world/03/water_popup/html/supply.stm, 20. April 2009)

Scribbel zum Vergleich2. Vergleich

Die zweite Ebene in unserer Grafik soll die grundlegende Frage beantworten, welches Produkt wieviel virtuelles Wasser verbraucht. Dabei ist es wichtig, dass Produkte aus verschiedenen Bereichen (Lebensmittel, Kleidung, …) gezeigt werden. Außerdem soll der Nutzer eine Vorstellung von den Dimensionen und Verhältnissen zwischen direkt verbrauchtem (Haushalt …) und virtuell verbrauchtem Wasser (in Produkten) erhalten.

Für die Nutzung der Grafik gibt es zwei Sezanrien: aktive und passive Nutzer. Der passive Nutzer tritt nicht mit der Grafik in Interaktion sondern betrachtet nur. Er soll folgende Aspekte verstehen:

  • Der virtuelle Verbrauch ist deutlich höher als der direkte Verbrauch
  • Es gibt große Unterschiede im Verbrauch von virtuellem Wasser zwischen den Produkten

Der aktive Nutzer zeichnet sich durch Interesse, Experimentierfreude und interaktion mit der Grafik aus. Er soll die Möglichkeit haben die Aspekte des ersten Szenarios (passiver Nutzer) konstruktiv zu vertiefen. Als Beispiel könnte er gezielt die Produkte miteinander vergleichen, die er häufig konsumiert/kauft.

Scribbel zum Prozess3. Prozess

Die dritte Ebene in unserer Infografik soll an einem Beispiel zeigen, wie die hohen virtuellen Wassermengen für ein Produkt zustande kommen. Diese Frage wird bei allen bisherigen Plakaten und Grafiken vernachlässigt. Der Nutzer soll die verschiedenen Stationen in der Kaffeeproduktion kennen lernen und Gespür dafür entwickeln, wo während der Produktion wieviel Wasser benötigt wird.

Der passive Nutzer interagiert auch hier wenig bis gar nicht mit der Grafik. Ziel ist es dem Nutzer verschiedene Stationen der Kaffeeproduktion zu zeigen. Dadurch bekommt er einen groben Überblick, welche Prozesse Wasser benötigen. Folgende Stationen sind dabei wichtig:

  • Wachstum der Kaffeeplanze
  • trennen der Bohnen von der Kirsche
  • schälen, polieren, sieben und sortieren
  • rösten der Kaffeebohnen
  • (verpacken und transportieren)
(Quelle: A.K. Chapagain und A.Y. Hoekstra, “The water needed to have the Dutch drink coffee” (Vgl. Eintrag vom 14.April))

Der aktive Nutzer dagegen interessiert sich für die Materie und hat Spaß an der Exploration. Er soll die Möglichkeit haben zu erfahren, in welchen Prozessen wieviel Wasser verbraucht wird. Wichtig ist dabei, dass der Nutzer die Daten&Fakten nicht nur präsentiert bekommt, sondern aktiv in den Prozess eingebunden wird. Er soll den Herstellungsprozess selbst durchlaufen und dabei erleben, wieviel Wasser in der Produktion von einer Tasse Kaffee steckt. Dabei muss der Nutzer aber nicht linear vorgehen sondern kann die Prozesse frei anwählen, für die er sich interessiert.

Konzeption , , , ,

Infografik – Virtuelles Wasser

10. April 2009

Timm Kekeritz hat bereits ein sehr stylisches Plakat zum Thema virtuelles Wasser gestaltet. Im Netz existiert als Ergänzung zum Plakat (hier) außerdem folgende interaktive Infografik. Sie zeigt, welches Produkt wieviel virtuelles Wasser verbraucht.

Recherche , ,

Grafik zum Thema “Wasservorkommen”

8. April 2009

Grafik zum Thema "Wasservorkommen"Bevor wir tiefer in die Thematik des virtuellen Wassers einsteigen, wollen wir zunächst einmal zeigen um welchen Anteil des Wassers weltweit es sich überhaupt in unserer Infografik dreht.

Erst dann kann erklärt werden was virtuelles Wasser ist, und wo es in welcher Form auftritt.

(inhaltliche Skizze)

Ideenfindung, Recherche , , ,