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Artikel Tagged ‘Informationsarchitektur’

Interaktion der Prozessebene

14. Juni 2009

Bislang war noch nicht geklärt wie die Interaktion des Nutzers auf der Prozessebene im Detail aussieht (Vgl. “Gestaltung der Prozessebene“) Jetzt ist aber auch das ausgearbeitet:

Die Prozessschritte werden einzeln anklickbar sein, sodass der Nutzer bestimmt an welcher Stelle des Prozesses er einsteigt oder ob er sich von Anfang bis Ende durchklicken möchte. Bei jedem einzelnen Prozessschritt muss der Nutzer etwas tun (klicken), um den Prozess voran zu bringen.
Dabei wird jeweils eine Kirsche, bzw eine Bohne exemplarisch aus der Masse des Kaffees herausgenommen und vergrößert in einem Kasten dargestellt. Durch Klicks auf einen Button startet der Nutzer den Prozessschritt und verändert damit das Aussehen der Bohne in dem Kasten. Je nachdem wieviel Wasser bei dem jeweiligen Schritt benötigt wird, muss der Nutzer unterschiedlich oft auf den Button klicken bis er zum nächsten Prozessschritt übergehen kann.

1. Schritt: Die Kaffeepflanze und die Kirschen wachsen. Dies benötigt viel Zeit und einen Großteil des Wassers. (3 x klicken)

2. Schritt: Die Schale und das Fruchtfleisch wird von den Bohnen entfernt. Auch dabei geht sehr viel Wasser verloren (3 x klicken)

3. Schritt: Die Bohnen werden mit Wasser umspült, um auch die letzten Reste des Fruchtfleisches entfernen zu können (1 x klicken)

4. Schritt: Die Bohnen werden in der Sonne getrocknet. Dabei werden sie dunkler und verlieren viel Flüssigkeit (2 x klicken)

5. Schritt: Die Bohnen werden von dem Silberhäutchen getrennt, ein letztes Mal geschält (1 x klicken)

6. Schritt: Die Bohnen werden sortiert. Schlechte und zu kleine Bohnen werden aussortiert. (1 x klicken)

7. Schritt: Die Bohnen werden geröstet, dabei werden sie immer dunkler. (1 x klicken)

Der Button zeigt verschiedene Zeichen, die davon abhängen was bei der jeweiligen Ebene passiert. Unterschieden wird zwischen Prozessschritten bei denen für den Prozessschritt zusätzlich Wasser hinzugefügt wird, Prozessschritte bei denen Wasser während des Vorgangs verloren geht und Prozessschritte bei denen Maschinen benötigt werden.

Konzeption, Storyboard , , ,

Flowchart

8. Mai 2009

Flowchart interaktive Infografik: "Virtuelles Wasser"

Die Flowchart zeigt die drei Ebenen unserer Infografik und ihre Verknüpfungen miteinander. Sie ist eine Visualierung des Storytelling-Konzepts (Vgl. Eintrag “Storytelling“). Verschiedene Elemente sollen dem Nutzer Navigations- und Interaktionsmöglichkeiten bieten.

Eine Besonderheit enthält die Ebene “Vergleich”: Hier soll es dem Nutzer ermöglich werden, verschiedene Produkte zu vergleichen. Deshalb ist die Seite stark dynamisch und der Nutzer kann also aus einem “Pool” an Informationen wählen.

Storyboard , ,

Storytelling

21. April 2009

Scribbel zum Grobkonzept

Unsere Infografik soll in verschiedene Informationsebenen gegliedert werden. Jede Ebene beantwortet dabei 1-2 Fragen, die wir bereits definiert haben (vgl. Beitrag vom 14. April). Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit tiefer in die Materie einzusteigen und selber zu explorieren und zu navigieren. Ein interess-ierter Nutzer wird sich dabei z.B. alle Ebenen anschauen, ein weniger interessierter Nutzer evtl. nur die Erste.

Scribbel zum Intro1. Intro (evtl. als Film):

Das Intro erklärt, dass der Teil des nutzbaren Wassers auf der Erde verschwindend gering ist. Hier soll der Betrachter sensibilisiert werden, um welches Wasser es überhaupt geht.

Über 70% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Davon sind:

  • 97,5 % Salzwasser
  • 2,5% Süßwasser

Dieses Süßwasser ist folgendermaßen aufgeteilt:

  • 68,9% in Gletschern
  • 30,8% im Grundwasser
  • 0,3% in Seen und Flüssen

Insgesamt ist nur 0,01% des Wassers auf der Erde leicht zugängliches und nutzbares Süßwasser!

Dieses nutzbare Wasser wird für folgende Bereiche verwendet:

  • 70% für Lanwirtschaft
  • 22% für Industrie
  • 8% für Haushalt

Somit stecken 92% in den Produkten die wir produzieren und konsumieren (Nahrung, Kleidung, etc.). Mit diesem Wasser stehen wir nicht in direkter Verbindung. Unter virtuellem Wasser versteht man die Menge an sauberem Frischwasser, die zur Herstellung eines bestimmten Produktes verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird.

(Quelle: BBC http://news.bbc.co.uk/2/shared/spl/hi/world/03/water_popup/html/supply.stm, 20. April 2009)

Scribbel zum Vergleich2. Vergleich

Die zweite Ebene in unserer Grafik soll die grundlegende Frage beantworten, welches Produkt wieviel virtuelles Wasser verbraucht. Dabei ist es wichtig, dass Produkte aus verschiedenen Bereichen (Lebensmittel, Kleidung, …) gezeigt werden. Außerdem soll der Nutzer eine Vorstellung von den Dimensionen und Verhältnissen zwischen direkt verbrauchtem (Haushalt …) und virtuell verbrauchtem Wasser (in Produkten) erhalten.

Für die Nutzung der Grafik gibt es zwei Sezanrien: aktive und passive Nutzer. Der passive Nutzer tritt nicht mit der Grafik in Interaktion sondern betrachtet nur. Er soll folgende Aspekte verstehen:

  • Der virtuelle Verbrauch ist deutlich höher als der direkte Verbrauch
  • Es gibt große Unterschiede im Verbrauch von virtuellem Wasser zwischen den Produkten

Der aktive Nutzer zeichnet sich durch Interesse, Experimentierfreude und interaktion mit der Grafik aus. Er soll die Möglichkeit haben die Aspekte des ersten Szenarios (passiver Nutzer) konstruktiv zu vertiefen. Als Beispiel könnte er gezielt die Produkte miteinander vergleichen, die er häufig konsumiert/kauft.

Scribbel zum Prozess3. Prozess

Die dritte Ebene in unserer Infografik soll an einem Beispiel zeigen, wie die hohen virtuellen Wassermengen für ein Produkt zustande kommen. Diese Frage wird bei allen bisherigen Plakaten und Grafiken vernachlässigt. Der Nutzer soll die verschiedenen Stationen in der Kaffeeproduktion kennen lernen und Gespür dafür entwickeln, wo während der Produktion wieviel Wasser benötigt wird.

Der passive Nutzer interagiert auch hier wenig bis gar nicht mit der Grafik. Ziel ist es dem Nutzer verschiedene Stationen der Kaffeeproduktion zu zeigen. Dadurch bekommt er einen groben Überblick, welche Prozesse Wasser benötigen. Folgende Stationen sind dabei wichtig:

  • Wachstum der Kaffeeplanze
  • trennen der Bohnen von der Kirsche
  • schälen, polieren, sieben und sortieren
  • rösten der Kaffeebohnen
  • (verpacken und transportieren)
(Quelle: A.K. Chapagain und A.Y. Hoekstra, “The water needed to have the Dutch drink coffee” (Vgl. Eintrag vom 14.April))

Der aktive Nutzer dagegen interessiert sich für die Materie und hat Spaß an der Exploration. Er soll die Möglichkeit haben zu erfahren, in welchen Prozessen wieviel Wasser verbraucht wird. Wichtig ist dabei, dass der Nutzer die Daten&Fakten nicht nur präsentiert bekommt, sondern aktiv in den Prozess eingebunden wird. Er soll den Herstellungsprozess selbst durchlaufen und dabei erleben, wieviel Wasser in der Produktion von einer Tasse Kaffee steckt. Dabei muss der Nutzer aber nicht linear vorgehen sondern kann die Prozesse frei anwählen, für die er sich interessiert.

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