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Archiv für die Kategorie ‘Konzeption’

Kleines Usability-Testing

30. Juni 2009

Für den Produktvergleich haben wir mit mehreren Personen ein spontanes, kurzes “Usability-Testing” durchgeführt. Dabei haben sich verschiedene Dinge gezeigt, die bei der interaktiven Infografik noch verbessern konnten.

Zum Beispiel gibt es inzwischen eine kurze Erklärung, was die Grafik zeigt und wie sie zu Nutzen ist. Außerdem wird bei den Tooltips kein Hand-Cursor mehr verwendet, weil einige der Tester dies als Link wahrgenommen haben. Auch die Drag n’ Drop – Funktion und das Feedback der Produk-Icons wurden verbessert, da es dabei ebenfalls zu Schwierigkeiten kam. Des weiteren haben wir Kleinigkeiten in Text und Layout geändert, um die Informationen noch verständlicher zu machen.

Durch Verbessern einiger Kleinigkeiten konnten wir so die “Qualität der Nutzung” (Usability & User Experience) unserer Infografik deutlich (iterativ) optimieren. Eine (teilweise bereits verbesserte) Version gibt es hier (Vgl. Beitrag “Vorschau des Produktvergleichs“). Die neueste Version wird es dann in der fertigen interaktiven Infografik, nächste Woche, geben! Dann wird auch die Prozessebene fertig sein …

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Interaktion der Prozessebene

14. Juni 2009

Bislang war noch nicht geklärt wie die Interaktion des Nutzers auf der Prozessebene im Detail aussieht (Vgl. “Gestaltung der Prozessebene“) Jetzt ist aber auch das ausgearbeitet:

Die Prozessschritte werden einzeln anklickbar sein, sodass der Nutzer bestimmt an welcher Stelle des Prozesses er einsteigt oder ob er sich von Anfang bis Ende durchklicken möchte. Bei jedem einzelnen Prozessschritt muss der Nutzer etwas tun (klicken), um den Prozess voran zu bringen.
Dabei wird jeweils eine Kirsche, bzw eine Bohne exemplarisch aus der Masse des Kaffees herausgenommen und vergrößert in einem Kasten dargestellt. Durch Klicks auf einen Button startet der Nutzer den Prozessschritt und verändert damit das Aussehen der Bohne in dem Kasten. Je nachdem wieviel Wasser bei dem jeweiligen Schritt benötigt wird, muss der Nutzer unterschiedlich oft auf den Button klicken bis er zum nächsten Prozessschritt übergehen kann.

1. Schritt: Die Kaffeepflanze und die Kirschen wachsen. Dies benötigt viel Zeit und einen Großteil des Wassers. (3 x klicken)

2. Schritt: Die Schale und das Fruchtfleisch wird von den Bohnen entfernt. Auch dabei geht sehr viel Wasser verloren (3 x klicken)

3. Schritt: Die Bohnen werden mit Wasser umspült, um auch die letzten Reste des Fruchtfleisches entfernen zu können (1 x klicken)

4. Schritt: Die Bohnen werden in der Sonne getrocknet. Dabei werden sie dunkler und verlieren viel Flüssigkeit (2 x klicken)

5. Schritt: Die Bohnen werden von dem Silberhäutchen getrennt, ein letztes Mal geschält (1 x klicken)

6. Schritt: Die Bohnen werden sortiert. Schlechte und zu kleine Bohnen werden aussortiert. (1 x klicken)

7. Schritt: Die Bohnen werden geröstet, dabei werden sie immer dunkler. (1 x klicken)

Der Button zeigt verschiedene Zeichen, die davon abhängen was bei der jeweiligen Ebene passiert. Unterschieden wird zwischen Prozessschritten bei denen für den Prozessschritt zusätzlich Wasser hinzugefügt wird, Prozessschritte bei denen Wasser während des Vorgangs verloren geht und Prozessschritte bei denen Maschinen benötigt werden.

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Wasserverbrauch pro Person pro Tag

5. Juni 2009

Dieser Blog-Eintrag ist Teil der Entwicklung einer interaktiven Infografik zum Thema “Virtuelles Wasser”. Mehr Infos gibt es im Pressetext.

Für die Vergleichsebene war noch eine kleine Recherche nötig. Als eine Art Referenz soll dort ein Balkendiagramm angezeigt werden, das den Wasserverbrauch einer Person pro Tag visualisiert. Dies soll helfen die Zahlen des Virtuellen Wassers in Relation zu setzten (Vgl. Eintrag “Interaktionskonzept Vergleichsebene“, 8. Mai 09)

Folgende Zahlen haben wir (bei Wikipedia) gefunden, mit anderen Quellen verglichen und leicht angepasst:

Gesamtverbrauch einer Person pro Tag: 126 Liter!

Wasserverbrauch pro Person pro TagDer Wasserverbrauch setzt sich zusammen durch:

Trinken und Kochen:   4 Liter
Geschirrspülen:  6 Liter
Putzen:   6 Liter
Körperpflege:   10 Liter
Baden und Duschen:   30 Liter
Wäschewaschen:   30 Liter
Toilettenspülung:   40  Liter

Das original Datenblatt mit allen Zahlen gibt es hier zum Download (XSLX-Format, 16KB).

Quellen: http://www.stadtwerke-gengenbach.de/de/produkte/wasser/wasserverbrauch/ und http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserverbrauch

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Produktwahl für die Vergleichsebene

26. April 2009

Unsere interaktive Infografik soll die Möglichkeit bieten den Wasserverbrauch häufig genutzter und bekannter Produkte miteinander zu vergleichen (vgl. Beitrag vom 21. April “Storytelling“). Um einen guten Einblick in die Thematik geben zu können, haben wir uns für Produkte aus unterschiedlichen Bereichen entschieden, mit denen sehr viele Menschen in Berührung kommen. Die folgenden Produkte werden in der interaktiven Infografik visualisiert:

  • Kaffee:                  140 l   (Eine Tasse, 125 ml) (-> Badewanne)
  • T-Shirt:                4100 l   (Größe M; 500g) (-> Tanklöschfahrzeug)
  • Papier:                    10 l   (1 DinA4 Blatt; 80g/m³) (-> Eimer)
  • Apfel:                      70 l   (100g) (-> Aquarium)
  • Hamburger:          2400 l   (150g) (-> Gartenteich)

Optional:

  • Schuhe:               8000 l           (1 Paar; Rindleder)
  • Brot:                       40 l           (1 Scheibe Weißbrot; 30 g)
Quelle: Water Footprint Network (http://www.waterfootprint.org/?page=files/productgallery) und A.K. Chapagain & A.Y. Hoekstra, ‘Water Footprint of Nations’ UNESCO-IHE, Volume 1 (Tabelle Seite 42).

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Storytelling

21. April 2009

Scribbel zum Grobkonzept

Unsere Infografik soll in verschiedene Informationsebenen gegliedert werden. Jede Ebene beantwortet dabei 1-2 Fragen, die wir bereits definiert haben (vgl. Beitrag vom 14. April). Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit tiefer in die Materie einzusteigen und selber zu explorieren und zu navigieren. Ein interess-ierter Nutzer wird sich dabei z.B. alle Ebenen anschauen, ein weniger interessierter Nutzer evtl. nur die Erste.

Scribbel zum Intro1. Intro (evtl. als Film):

Das Intro erklärt, dass der Teil des nutzbaren Wassers auf der Erde verschwindend gering ist. Hier soll der Betrachter sensibilisiert werden, um welches Wasser es überhaupt geht.

Über 70% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Davon sind:

  • 97,5 % Salzwasser
  • 2,5% Süßwasser

Dieses Süßwasser ist folgendermaßen aufgeteilt:

  • 68,9% in Gletschern
  • 30,8% im Grundwasser
  • 0,3% in Seen und Flüssen

Insgesamt ist nur 0,01% des Wassers auf der Erde leicht zugängliches und nutzbares Süßwasser!

Dieses nutzbare Wasser wird für folgende Bereiche verwendet:

  • 70% für Lanwirtschaft
  • 22% für Industrie
  • 8% für Haushalt

Somit stecken 92% in den Produkten die wir produzieren und konsumieren (Nahrung, Kleidung, etc.). Mit diesem Wasser stehen wir nicht in direkter Verbindung. Unter virtuellem Wasser versteht man die Menge an sauberem Frischwasser, die zur Herstellung eines bestimmten Produktes verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird.

(Quelle: BBC http://news.bbc.co.uk/2/shared/spl/hi/world/03/water_popup/html/supply.stm, 20. April 2009)

Scribbel zum Vergleich2. Vergleich

Die zweite Ebene in unserer Grafik soll die grundlegende Frage beantworten, welches Produkt wieviel virtuelles Wasser verbraucht. Dabei ist es wichtig, dass Produkte aus verschiedenen Bereichen (Lebensmittel, Kleidung, …) gezeigt werden. Außerdem soll der Nutzer eine Vorstellung von den Dimensionen und Verhältnissen zwischen direkt verbrauchtem (Haushalt …) und virtuell verbrauchtem Wasser (in Produkten) erhalten.

Für die Nutzung der Grafik gibt es zwei Sezanrien: aktive und passive Nutzer. Der passive Nutzer tritt nicht mit der Grafik in Interaktion sondern betrachtet nur. Er soll folgende Aspekte verstehen:

  • Der virtuelle Verbrauch ist deutlich höher als der direkte Verbrauch
  • Es gibt große Unterschiede im Verbrauch von virtuellem Wasser zwischen den Produkten

Der aktive Nutzer zeichnet sich durch Interesse, Experimentierfreude und interaktion mit der Grafik aus. Er soll die Möglichkeit haben die Aspekte des ersten Szenarios (passiver Nutzer) konstruktiv zu vertiefen. Als Beispiel könnte er gezielt die Produkte miteinander vergleichen, die er häufig konsumiert/kauft.

Scribbel zum Prozess3. Prozess

Die dritte Ebene in unserer Infografik soll an einem Beispiel zeigen, wie die hohen virtuellen Wassermengen für ein Produkt zustande kommen. Diese Frage wird bei allen bisherigen Plakaten und Grafiken vernachlässigt. Der Nutzer soll die verschiedenen Stationen in der Kaffeeproduktion kennen lernen und Gespür dafür entwickeln, wo während der Produktion wieviel Wasser benötigt wird.

Der passive Nutzer interagiert auch hier wenig bis gar nicht mit der Grafik. Ziel ist es dem Nutzer verschiedene Stationen der Kaffeeproduktion zu zeigen. Dadurch bekommt er einen groben Überblick, welche Prozesse Wasser benötigen. Folgende Stationen sind dabei wichtig:

  • Wachstum der Kaffeeplanze
  • trennen der Bohnen von der Kirsche
  • schälen, polieren, sieben und sortieren
  • rösten der Kaffeebohnen
  • (verpacken und transportieren)
(Quelle: A.K. Chapagain und A.Y. Hoekstra, “The water needed to have the Dutch drink coffee” (Vgl. Eintrag vom 14.April))

Der aktive Nutzer dagegen interessiert sich für die Materie und hat Spaß an der Exploration. Er soll die Möglichkeit haben zu erfahren, in welchen Prozessen wieviel Wasser verbraucht wird. Wichtig ist dabei, dass der Nutzer die Daten&Fakten nicht nur präsentiert bekommt, sondern aktiv in den Prozess eingebunden wird. Er soll den Herstellungsprozess selbst durchlaufen und dabei erleben, wieviel Wasser in der Produktion von einer Tasse Kaffee steckt. Dabei muss der Nutzer aber nicht linear vorgehen sondern kann die Prozesse frei anwählen, für die er sich interessiert.

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140 L Wasser für eine Tasse Kaffe?

14. April 2009

Wie kommen die Zahlen für das virtuelle Wasser zustande?

Eine Antwort auf diese Frage soll ein zentraler Aspekt unserer interaktiven Infografik werden.Die Wichtigkeit einer Antwort darauf wird z.B. durch folgendes Zitat (auf dieser Website) deutlich, was sich auf die Angabe von 140L Wasser für eine Tasse Kaffe bezieht:

Wie diese Zahlen zustande kommen ist mir rätzelhaft. [...] Finde solche Zahlen unseriös.

Für den “Otto-Normal-Anwender” ist es leider undurchschaubar, wie sich solche Zahlen errechnen. Speziell für das Beispiel Kaffee gibt es einen sehr detaillierten Bericht von A.K. Chapagain und A.Y. Hoekstra, zwei Wissenschaftlern des UNESCO IHE (Institute for Water Education).Darin wird genau aufgeschlüsselt wofür bei der Herstellung von Kaffee wieviel Wasser verbraucht wird. Den Bericht “The water needed to have the Dutch drink coffee” gibt es hier zum Download (PDF, 500KB, Englisch).

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Zentrale Fragen und Ziele

14. April 2009

Heute haben wir die Ziele und Fragestellungen für die Infografik nochmals konkretisiert:

ZIEL: Betrachter für das Thema “virtuelles Wasser” sensibilisieren und auf die Problematik aufmerksam machen! Die Infografik soll möglichst nah am Alltag des Betrachters sein und an bekanntes anknüpfen.

Fragen: Folgende Fragen sollen mit der Infografik beantwortet werden (Vgl. Eintrag vom 7. April):

  • Wie ist die Wasserverteilung (Süßwasser/Salzwasser etc.) auf der Erde?
  • Was ist virtuelles Wasser?
  • Welches Produkt braucht wieviel virtuelles Wasser?
  • Wie setzt sich der Wert des virtuellen Wassers bei einem bestimmten Produkt zusammen?

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