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Archiv für April, 2009

Produktwahl für die Vergleichsebene

26. April 2009

Unsere interaktive Infografik soll die Möglichkeit bieten den Wasserverbrauch häufig genutzter und bekannter Produkte miteinander zu vergleichen (vgl. Beitrag vom 21. April “Storytelling“). Um einen guten Einblick in die Thematik geben zu können, haben wir uns für Produkte aus unterschiedlichen Bereichen entschieden, mit denen sehr viele Menschen in Berührung kommen. Die folgenden Produkte werden in der interaktiven Infografik visualisiert:

  • Kaffee:                  140 l   (Eine Tasse, 125 ml) (-> Badewanne)
  • T-Shirt:                4100 l   (Größe M; 500g) (-> Tanklöschfahrzeug)
  • Papier:                    10 l   (1 DinA4 Blatt; 80g/m³) (-> Eimer)
  • Apfel:                      70 l   (100g) (-> Aquarium)
  • Hamburger:          2400 l   (150g) (-> Gartenteich)

Optional:

  • Schuhe:               8000 l           (1 Paar; Rindleder)
  • Brot:                       40 l           (1 Scheibe Weißbrot; 30 g)
Quelle: Water Footprint Network (http://www.waterfootprint.org/?page=files/productgallery) und A.K. Chapagain & A.Y. Hoekstra, ‘Water Footprint of Nations’ UNESCO-IHE, Volume 1 (Tabelle Seite 42).

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Links, Infos und Quellen zum Thema

25. April 2009

Zum Thema virtuelles Wasser gibt es zahlreiche Abhandlungen, Berichte und Artikel.  Einige davon sind hier aufgelistet und dienten uns bei der Konzeption der interaktiven Infografik als Quellen:

Water Footprint Network: DIE Quelle für Informationen rund um das Thema “virtuelles Wasser”. Das WFN wurde unter anderem von Prof. Arjen Y. Hoekstra gegründet, dem Erfinder des Water-Footprint-Konzepts zu dem auch der Aspekt des virtuellen Wasser gehört. Die non-profit Organisation arbeitet mit Partnern wie z.B. WWF und UNESCO zusammen. Auf der Website www.waterfootprint.org (Engl.) finden sich zahlreiche wissenschaftlich fundierte Fakten und Publikationen. Die Zahlen und Fakten unserer interaktiven Infografik beziehen sich auf diese Arbeiten und Veröffentlichungen des WFN!

WWF Plakat zu Virtuellem Wasser, (c) WWFWWF: Auch WWF Deutschland bietet Informationen zum virtuellen Wasser. Die Organisation versucht auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen und publiziert z.B. ein Plakat, das die (virtuellen) Wassermengen von verschiedenen Produkten darstellt (Vgl. Abbildung links, (C) WWF Deutschland). Dieses Plakat und die dazugehörige Pressemeldung gibt es unter http://www.wwf.de/presse/details/news/185_liter_wasser_in_einer_tuete_chips/.

Süddeutsche Zeitung: Der Artikel der Süddeutschen Zeitung führt sehr gut in die Thematik des virtuellen Wassers ein und beleuchtet auch den Zusammenhang mit gobalen (Wasser-)Problemen. Zu lesen gibt’s den Artikel unter  http://www.sueddeutsche.de/wissen/552/325417/text/

World Water Forum: Das World Water Forum beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema “virtuelles Wasser”. Auf der Website http://worldwatercouncil.org/index.php?id=866&L=1%2Fp…ent.by.ru%2Fr57.php%3F%3F%2Finclude%2Finc_ext%2Fspaw%2Fdialogs%2Ftable.php%3Fspaw_root%3Dhttp%3A finden sich zahlreiche Informationen und Berichte. Der Fokus liegt dabei auf der globalen Sicht, wobei z.B. der Handel mit virtuellem Wasser (also Wasser-intensiven-Produkten) beleuchtet wird. Außwirkungen des Water-Footprint-Konzepts und die damit zusammenhängenden Lösungsmöglichkeiten für das Problem der Wasserknappheit werden dort ebenfalls diskutiert.

Insgesamt ist zu sagen, dass wir uns bei Recherche und Konzept unserer interaktiven Infografik am Ziel orientiert haben den (evtl. unwissenden) Nutzer für dieses Thema zu sensibilisieren. In die Konzeption sind deswegen nur die Informationen eingeflossen, die mit dem Alltag der Nutzer zu tun haben. Beispielsweise die Problematik des weltweiten Handels mit virtuellem Wasser haben wir aus diesem Grund außen vor gelassen.

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Zielmedium und Zielgruppe

24. April 2009

Zielmedium

Das Zielmedium unserer interaktiven Infografik wird das Internet sein. Auf diese Weise erreichen wir ein großes Publikum, da die Infografik zu jeder Zeit abgerufen werden kann. Eine Einsatzmöglichkeit besteht darin, die Infografik als Zusatz zu einem Artikel über virtuelles Wasser zu veröffentlichen. Die Nutzer könnten so das in dem Artikel erworbene Wissen auf explorative Art festigen und erweitern.

Zielgruppe

Die Zielgruppe unserer Infografik ist eine sehr vielseitige und große. Vorraussetzungen die die Personen mitbringen sollten, sind ein Internetzugang und das Interesse für das Thema des virtuellen Wassers, bzw. Spaß daran etwas Neues zu entdecken. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Zielgruppe zwischen 15 und 60 Jahren bewegt. Jugendliche ab 15 Jahren beginnen sich für das Thema des virtuellen Wassers zu interessieren und Personen über 60 Jahren werden vermutlich nicht das Medium einer interaktiven Infografik wählen. Innerhalb dieser Altersspanne gibt es Nutzer mit unterschiedlich ausgeprägtem Interesse an Interaktivität. So werden einige Nutzer eher weniger explorativ vorgehen und sich lediglich die Basisinformationen ansehen, während andere Nutzer großen Spaß daran haben selbst zu entdecken und Zusammenhänge zu erkunden.

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Benchmark

23. April 2009

Hier eine Sammlung von verschiedenen Projekten, Grafiken, Fotos, etc. zum Thema “virtuelles Wasser” als eine Art Benchmark und als Ideenpool für unser eigenes Projekt:

Infografik von Timm Kekeritz

Infografik von Timm Kekeritz

Der Grafikdesigner Timm Kekeritz hat bereits ein vielbeachtetes Plakat zum Thema “virtuelles Wasser” gestaltet (Vgl. Eintrag vom 10. April). Sein “The Virtual Water Project” basiert auf dem Bericht von A.K. and Hoekstra, A.Y. (2004), »Water footprints of nations«, der UNESCO-IHE in den Niederlanden. Das doppelseitige Plakat zeigt auf einer Seite die virtuellen Wassermengen von Produkten, auf der anderen Seite den virtuellen Wasserverbrauch (“Water footprint”, inkl. Im- und Export) verschiedener Nationen. Mehr Infos zu Plakat, Projekt und den Reaktionen in der Presse gibt es auf http://www.traumkrieger.de/virtualwater/.

General Electric: Plug Into the Smart Grid

General Electric Grafik

Mit der interaktiven Infografik (eigentlich eher Microsite) zum Thema “Smart grid” (Intelligentes Stromnetz) setzt General Electric neue Maßstäbe in Gestaltung und Programmierung. Die Seite ist Teil der Kampagne “Ecomagination” und wirb dafür ins Stromnetz von General Electric zu wechseln. Die Nutzer werden dabei sehr stark emotional angesprochen und zur Interaktion aufgefordert (simulativ und explorativ). Zu sehen gibt’s die Grafik auf http://ge.ecomagination.com/smartgrid/

Visualisierung von Stefan Stubbe

Visualisierung von Stefan Stubbe

Die Installation des Grafikdesign-Studenten Stefan Stubbe soll die versteckten, schwer vorstellbaren Volumenwerte von täglich verbrauchtem Wasser veranschaulichen und den Menschen im Umgang mit Wasser sensibilisieren. Sie ist als vierteiliges Ausstellungsobjekt gedacht und demonstriert die benötigte Menge an virtuellem Wasser für Orangensaft, Milch, Kaffee und Tee. Nach Knopfdruck beginnt Wasser durch das Gefäß zu fließen, ein Display zeigt den aktuellen Wasserstand an. Mehr gibt’s auf http://www.stefanstubbe.com/pr_vwasser.php.

‘art meets science’-Project

Art meets Science - Projekt

Die Künstler des Art meets Science Projekts sind der Meinung, dass der Blick auf das unsichtbare Wasser sich hervorragend für eine künstlerische Umsetzung eignet, ohne dabei den wissenschaftlichen Kontext verlieren zu müssen. In der Ausstellung zum Thema “virtual water” gab es viele kreative Ansätze, die dieses Thema aus den verschiedensten Perspektiven beleuchten. Mehr gibt’s auf der Projekt Website http://www.artmeetsscience.de/austellung/index.html.


Fotostrecke von The Guardian

Foto des Guardian

Neben verschiedenen Artikeln bietet die englische Tageszeitung The Guardian eine Fotostrecke. Dabei werden die Zahlen des virtuellen Wassers mit zahlreichen Bildern verknüpft. Die Fotostrecke gibt es auf der Website des Guardian (Engl.) unter http://www.artmeetsscience.de/austellung/index.html.


Microsite von www.H2ouse.org

Navigationselement von H2ouse.org

Die Website H2ouse.org bietet jede Menge Informationen, wie Wasser gespart werden kann. Dazu gibt es unter Anderem eine Microsite in der sich der Nutzer durch den Grundriss eines Hauses navigieren kann. Bei Klick auf eines der Zimmer erscheint dieses als Grafik und der Nutzer kann wählen zu welchen Geräten (z.B. Wasserhahn …) er nähere Informationen will. Diese Art der Navigation erinnert an eine Art interaktive Infografik und ist auf der Seite http://www.h2ouse.org/tour/index.cfm zu sehen.

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Storytelling

21. April 2009

Scribbel zum Grobkonzept

Unsere Infografik soll in verschiedene Informationsebenen gegliedert werden. Jede Ebene beantwortet dabei 1-2 Fragen, die wir bereits definiert haben (vgl. Beitrag vom 14. April). Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit tiefer in die Materie einzusteigen und selber zu explorieren und zu navigieren. Ein interess-ierter Nutzer wird sich dabei z.B. alle Ebenen anschauen, ein weniger interessierter Nutzer evtl. nur die Erste.

Scribbel zum Intro1. Intro (evtl. als Film):

Das Intro erklärt, dass der Teil des nutzbaren Wassers auf der Erde verschwindend gering ist. Hier soll der Betrachter sensibilisiert werden, um welches Wasser es überhaupt geht.

Über 70% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Davon sind:

  • 97,5 % Salzwasser
  • 2,5% Süßwasser

Dieses Süßwasser ist folgendermaßen aufgeteilt:

  • 68,9% in Gletschern
  • 30,8% im Grundwasser
  • 0,3% in Seen und Flüssen

Insgesamt ist nur 0,01% des Wassers auf der Erde leicht zugängliches und nutzbares Süßwasser!

Dieses nutzbare Wasser wird für folgende Bereiche verwendet:

  • 70% für Lanwirtschaft
  • 22% für Industrie
  • 8% für Haushalt

Somit stecken 92% in den Produkten die wir produzieren und konsumieren (Nahrung, Kleidung, etc.). Mit diesem Wasser stehen wir nicht in direkter Verbindung. Unter virtuellem Wasser versteht man die Menge an sauberem Frischwasser, die zur Herstellung eines bestimmten Produktes verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird.

(Quelle: BBC http://news.bbc.co.uk/2/shared/spl/hi/world/03/water_popup/html/supply.stm, 20. April 2009)

Scribbel zum Vergleich2. Vergleich

Die zweite Ebene in unserer Grafik soll die grundlegende Frage beantworten, welches Produkt wieviel virtuelles Wasser verbraucht. Dabei ist es wichtig, dass Produkte aus verschiedenen Bereichen (Lebensmittel, Kleidung, …) gezeigt werden. Außerdem soll der Nutzer eine Vorstellung von den Dimensionen und Verhältnissen zwischen direkt verbrauchtem (Haushalt …) und virtuell verbrauchtem Wasser (in Produkten) erhalten.

Für die Nutzung der Grafik gibt es zwei Sezanrien: aktive und passive Nutzer. Der passive Nutzer tritt nicht mit der Grafik in Interaktion sondern betrachtet nur. Er soll folgende Aspekte verstehen:

  • Der virtuelle Verbrauch ist deutlich höher als der direkte Verbrauch
  • Es gibt große Unterschiede im Verbrauch von virtuellem Wasser zwischen den Produkten

Der aktive Nutzer zeichnet sich durch Interesse, Experimentierfreude und interaktion mit der Grafik aus. Er soll die Möglichkeit haben die Aspekte des ersten Szenarios (passiver Nutzer) konstruktiv zu vertiefen. Als Beispiel könnte er gezielt die Produkte miteinander vergleichen, die er häufig konsumiert/kauft.

Scribbel zum Prozess3. Prozess

Die dritte Ebene in unserer Infografik soll an einem Beispiel zeigen, wie die hohen virtuellen Wassermengen für ein Produkt zustande kommen. Diese Frage wird bei allen bisherigen Plakaten und Grafiken vernachlässigt. Der Nutzer soll die verschiedenen Stationen in der Kaffeeproduktion kennen lernen und Gespür dafür entwickeln, wo während der Produktion wieviel Wasser benötigt wird.

Der passive Nutzer interagiert auch hier wenig bis gar nicht mit der Grafik. Ziel ist es dem Nutzer verschiedene Stationen der Kaffeeproduktion zu zeigen. Dadurch bekommt er einen groben Überblick, welche Prozesse Wasser benötigen. Folgende Stationen sind dabei wichtig:

  • Wachstum der Kaffeeplanze
  • trennen der Bohnen von der Kirsche
  • schälen, polieren, sieben und sortieren
  • rösten der Kaffeebohnen
  • (verpacken und transportieren)
(Quelle: A.K. Chapagain und A.Y. Hoekstra, “The water needed to have the Dutch drink coffee” (Vgl. Eintrag vom 14.April))

Der aktive Nutzer dagegen interessiert sich für die Materie und hat Spaß an der Exploration. Er soll die Möglichkeit haben zu erfahren, in welchen Prozessen wieviel Wasser verbraucht wird. Wichtig ist dabei, dass der Nutzer die Daten&Fakten nicht nur präsentiert bekommt, sondern aktiv in den Prozess eingebunden wird. Er soll den Herstellungsprozess selbst durchlaufen und dabei erleben, wieviel Wasser in der Produktion von einer Tasse Kaffee steckt. Dabei muss der Nutzer aber nicht linear vorgehen sondern kann die Prozesse frei anwählen, für die er sich interessiert.

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140 L Wasser für eine Tasse Kaffe?

14. April 2009

Wie kommen die Zahlen für das virtuelle Wasser zustande?

Eine Antwort auf diese Frage soll ein zentraler Aspekt unserer interaktiven Infografik werden.Die Wichtigkeit einer Antwort darauf wird z.B. durch folgendes Zitat (auf dieser Website) deutlich, was sich auf die Angabe von 140L Wasser für eine Tasse Kaffe bezieht:

Wie diese Zahlen zustande kommen ist mir rätzelhaft. [...] Finde solche Zahlen unseriös.

Für den “Otto-Normal-Anwender” ist es leider undurchschaubar, wie sich solche Zahlen errechnen. Speziell für das Beispiel Kaffee gibt es einen sehr detaillierten Bericht von A.K. Chapagain und A.Y. Hoekstra, zwei Wissenschaftlern des UNESCO IHE (Institute for Water Education).Darin wird genau aufgeschlüsselt wofür bei der Herstellung von Kaffee wieviel Wasser verbraucht wird. Den Bericht “The water needed to have the Dutch drink coffee” gibt es hier zum Download (PDF, 500KB, Englisch).

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Zentrale Fragen und Ziele

14. April 2009

Heute haben wir die Ziele und Fragestellungen für die Infografik nochmals konkretisiert:

ZIEL: Betrachter für das Thema “virtuelles Wasser” sensibilisieren und auf die Problematik aufmerksam machen! Die Infografik soll möglichst nah am Alltag des Betrachters sein und an bekanntes anknüpfen.

Fragen: Folgende Fragen sollen mit der Infografik beantwortet werden (Vgl. Eintrag vom 7. April):

  • Wie ist die Wasserverteilung (Süßwasser/Salzwasser etc.) auf der Erde?
  • Was ist virtuelles Wasser?
  • Welches Produkt braucht wieviel virtuelles Wasser?
  • Wie setzt sich der Wert des virtuellen Wassers bei einem bestimmten Produkt zusammen?

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Infografik – Virtuelles Wasser

10. April 2009

Timm Kekeritz hat bereits ein sehr stylisches Plakat zum Thema virtuelles Wasser gestaltet. Im Netz existiert als Ergänzung zum Plakat (hier) außerdem folgende interaktive Infografik. Sie zeigt, welches Produkt wieviel virtuelles Wasser verbraucht.

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Grafik zum Thema “Wasservorkommen”

8. April 2009

Grafik zum Thema "Wasservorkommen"Bevor wir tiefer in die Thematik des virtuellen Wassers einsteigen, wollen wir zunächst einmal zeigen um welchen Anteil des Wassers weltweit es sich überhaupt in unserer Infografik dreht.

Erst dann kann erklärt werden was virtuelles Wasser ist, und wo es in welcher Form auftritt.

(inhaltliche Skizze)

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Virtuelles Wasser – eine Definition

7. April 2009

In aller Kürze sagt Wikipedia folgendes zum Thema virtuelles Wasser:

“Als virtuelles Wasser bzw. latentes Wasser wird jenes Wasser bezeichnet, das zur Erzeugung eines Produkts aufgewendet wird. Zieht man die Bilanz des virtuellen Wassers, verbraucht jeder Deutsche pro Tag rund 4000 Liter Wasser.

Den Begriff prägte der englische Geograf John Anthony Allan um 1995. Für seine Leistung erhält der Wissenschaftler 2008 den „Stockholmer Wasserpreis“ des Stockholm International Water Institute.

Mit virtuellem Wasser ist die Wassermenge bezeichnet, die nach einer umfassenden Bilanz als tatsächlich verbrauchte Menge pro Produkt anfällt. Bei der Herstellung eines Mikrochips werden 32 Liter Wasser verbraucht, bei der Herstellung einer Tomate 13 Liter. In die Bilanz geht auch auf den ersten Blick verdeckter Wasserverbrauch ein. Zum Beispiel fällt bei der Erzeugung von Rindfleisch nicht nur der Verbrauch von Trinkwasser für die Tiere an, sondern auch die Bewässerung von Futterpflanzen. Zudem ist die Wasserverbrauchsbilanz von Region zu Region unterschiedlich; in regenreichen Regionen ist der Wasserverbrauch für das gleiche Produkt geringer als in Trockengebieten.”

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