Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

  • Das Laborbuch

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    „Ein Laborjournal oder Laborbuch ist ein Notizbuch in dem die Planung, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Experimenten dokumentiert wird.“ (Wikipedia, 2009).

    Zweck

    Der Zweck eines Laborbuches ist, dass Experimente nachvollziehbar dokumentiert werden. Obwohl diese Arbeit sehr zweitaufwendig ist, sind Laborbücher aus dem Labor-Alltag nicht weg zu denken. Die Gründe dafür sind vielfältig und werden in der folgenden Aufzählung kurz erläutert:

    • Das Laborbuch ist die Grundlage für wissenschaftliche Publikationen. Ebel und Bliefert bezeichnen Laborbücher als die „Keimzelle der naturwissenschaftlichen Literatur“ (1998, S. 11). In der Regel werden die Daten aus einem Laborbuch ausgewertet und interpretiert. Falls dabei interessante Ergebnisse erzielt werden, können diese später in einem wissenschaftlichen Bericht veröffentlicht werden.
    • Ein Laborbuch hilft beim Arbeitsmanagement im Labor. Für viele Wissenschaftler dient es als Gedächtnisstütze und hilft beim Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. In diesem Sinne ist das Laborbuch ein richtiges Arbeitsbuch und kann mit To-Do-Listen und Notizzetteln verglichen werden.
    • Des Weiteren hilft ein Laborbuch bei der Archivierung von Informationen. Falls zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal die Daten aus einer Reihe von Experimenten benötigt werden, kann auf das Laborbuch zurückgegriffen werden. Dies ist besonders wichtig, wenn z.B. ein Mitarbeiter die Forschungseinrichtung verlässt.
    • Ein Laborbuch stellt ein wichtiges Dokument dar, was rechtlich Relevant werden könnte. Bei Rechtsstreitigkeiten wie z.B. einer Patentrechtsverletzung, dient das Laborbuch als Nachweis, dass Versuche wie behauptet durchgeführt wurden.

    Form

    Grundsätzlich werden zwei Arten von Laborbüchern unterschieden: Das „manuelle“ und das elektronische Laborbuch.Dazwischen gibt es unzählige Mischformen, die aus handschriftlichen Aufzeichnungen bestehen, die später auf den Computer übertragen werden. In der Literatur finden sich aber fast ausnahmslos Hinweise zum manuellen Laborbuch, weil dieses authentischer ist als sein elektronisches Gegenstück. Falls es zu gerichtlichen Streitigkeiten kommt, haben elektronische Laborbücher nur schwer Bestand, da sie leichter gefälscht werden können. Daher wird in Laboren meist ein manuelles Laborbuch bevorzugt. Bliefert und Ebel (1998) weißen darauf hin, dass ein gebundenes Notizbuch verwendet werden soll, Achstetter und Klöck empfehlen eine„gebundene Kladde mit stabilem Umschlag“ (2009, S.90). Solche Notizbücher können in jedem gewöhnlichen Schreibwarenladen gekauft werden, wobei meistens auf das DIN-A4-Format zurückgegriffen wird (Michler & Fössel, 2010).  Im Fachhandel gibt es darüber hinaus auch spezielle Laborbücher mit nummerierten Seiten und Vordruck z.B. für Kontaktdaten. Lose Blätter, Ringbücher und Ähnliches sind nicht als Laborbuch zulässig. » Mehr…

  • Nutzerzentrierter Gestaltungsprozess

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    Das Ziel unserer Bachelorarbeit ist die Konzeption und Gestaltung eines elektronischen Laborbuchs, als multitouch-fähige Softwareanwendung. Die Anwendung soll dabei einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen Laborbuch besitzen. Bei unserer Arbeiten wollen wir deshalb besonderes Augenmerk auf die Gebrauchstauglichkeit (Usability) und eine positive Nutzungserfahrung (User Experience) legen.

    Der Nutzerzentrierte Gestaltungsprozess

    Eine Anwendung, die nützlich ist und  gleichzeitig Spaß macht, entsteht aber nicht durch Zufall. Im Gegenteil, hierfür wird ein fundierter und strukturierter Prozess benötigt. Genau zu diesem Zweck wurde der Nutzerzentrierte Gestaltungsprozess (User Centred Design Process -  UCD) entwickelt. Er gilt heute als Standard bei der Entwicklung von interaktiven Produkten und wird weltweit praktiziert. Nach Burmester (2007) herrscht über die Eckpunkte des Gestaltungsprozesses und dem methodischen Vorgehen in Forschung und Praxis weitgehend Einigkeit. Außerdem ist die Nutzerzentrierte Gestaltung in der DIN ISO 13407-Norm festgeschrieben worden.

    Der Nutzerzentrierte Gestaltungsprozess stellt, wie der Name schon sagt, den Nutzer in den Mittelpunkt. Dabei ist der Nutzer mit seinen Bedürfnissen, Interessen, Zielen, Aufgaben und seiner Umgebung, der Maßstab für die Entwicklung des Produktes.

    Nutzerzentrierter Gestaltungsprozess (Grafik: www.telono.com)

    Nutzerzentrierter Gestaltungsprozess (Grafik: www.telono.com)

    Der Prozess selbst besteht aus den vier aufeinanderfolgenden Phasen: Analyse, Gestaltung, Prototyping und Evaluation. Wichtig ist dabei, dass der Prozess iterativ abläuft, d.h. die einzelnen Phasen bei Bedarf wiederholt werden. Mit den Ergebnissen aus der Evaluation eines ersten Prototyps wird also ein neuer Durchgang gestartet und ein zweiter, besserer Prototyp entwickelt. So werden Gestaltungsideen immer wieder überprüft und es entsteht, in mehreren Durchläufen, ein nutzerfreundliches Produkt. Für jede der vier Phasen gibt es eine Fülle an fundierten Methoden. » Mehr…

  • Das hybride Labor der Zukunft

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    Arbeiten im Labor

    In industriellen Hochdurchsatzlaboren werden viele Arbeitsprozesse häufig wiederholt. Ziel von solchen Laboren ist es, einen bestimmten Stoff möglichst günstig herzustellen. Die Arbeit wird dabei schon längst von Maschinen erledigt, die bestimmte Aufgaben schnell und zuverlässig erfüllen können. Forschungslabore dagegen dienen einem anderen Zweck. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität aus und sind auf manuelle Arbeit ausgelegt, was bei Forschungsarbeit wichtig ist. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch Ineffizienz. Einen Großteil ihrer Arbeit verbringen Labormitarbeiter nicht mit dem eigentlichen Experiment, sondern mit anderen Tätigkeiten. Dazu gehören z.B. die Planung eines Experiments, das Bereitstellen von Geräten, das Holen und Bringen von Reagenzien, sowie die Dokumentation und Auswertung ihrer Arbeit. Deshalb ist ein intelligentes und flexibles System nötig, das dem Forscher lästige Arbeiten abnimmt, damit er sich besser auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren kann.

    Das hybride Labor

    Lab4Lab Modell

    Lab4Lab Modell

    Der Roboter wird den Forscher nicht ersetzen können. Aber er kann ihm lästige Aufgaben abnehmen und die Forschungsarbeit angenehmer und effizienter machen. Seit mehreren Jahren arbeitet das Fraunhofer Insitut für Produktionstechnik und Automatisierung (Fraunhofer IPA) am Labor der Zukunft. Im Projekt “Lab4Lab” wurden dabei verschiedene Komponenten für das “hybride Labor” entwickelt, die miteinander vernetzt sind. Das Labor beinhaltet unter anderem ein automatisiertes Transport- und Lagerungssystem (“Tischlein deck dich”), ein vollautomatisiertes Modul (m:Pal) und einen hybriden Arbeitsplatz. Das m:Pal-System dient dazu, repetitive Aufgaben von einer Maschine ausführen zu lassen. Der hybride Arbeitsplatz ist ein manueller Arbeitsplatz, der durch halb- oder vollautomatisierte Systeme unterstützt wird. An diesem Arbeitsplatz befindet sich auch ein Touch-Screen, der die Schnittstelle (i:NLET) für das Laborinformations-Management-System (LIMS) darstellt. » Mehr…

  • Interaktives Laborbuch BA

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    Hallo Welt!

    Willkommen auf unserem kleinen Weblog. In diesem Blog dokumentieren wir den Stand unserer Bachelorarbeit. Wir, das sind Vitali Fischbein und Jürgen Röhm – zwei Studenten der HdM Stuttgart. Thema unserer Arbeit ist es, ein multitouch-fähiges Laborbuch für biochemische Forschungslabore zu entwickeln. Wir wollen eine nutzerzentrierte, intuitive Anwendung konzipieren, welche die Forschungsarbeit ein Stück effizienter macht. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA und gehört zu unserem Informationsdesign-Studium an der Hochschule der Medien in Stuttgart.

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