• Interface- und Interaktionskonzept: Basics

    Die letzten Wochen (und Monate) war es sehr still um das MLJ und unsere Bachelorarbeit. Das lag daran, dass zwei Publikationen im entstehen waren und wir unsere Arbeitsergebnisse nicht schon vorab veröffentlichen wollten. Inzwischen sind aber beide Publikationen erschienen und wir werden in der nächsten Zeit die Ergebnisse unserer BA auch in diesem Blog publizieren.

    Interface- und Interaktionskonzept

    Das Durchführen von Versuchen nimmt in der biochemischen Forschung eine zentrale Rolle ein. Viele der anderen Aufgaben eines solchen Wissenschaftlers hängen damit zusammen. Zum Beispiel muss er Reagenzien bestellen und Geräte reservieren, um einen Versuch durchführen zu können. Im Affinity Diagram finden sich alle diese Tätigkeiten unter dem Stichwort „Arbeit“ wieder. Die Systemstruktur des MLJ orientiert sich an diesen Zusammenhang und ist deshalb versuchszentriert aufgebaut. Das System gliedert sich in die fünf Bereiche:

    • Versuche,
    • Kommunikation,
    • Wissen,
    • Ressourcen und
    • Planung.

    Wichtig ist, dass die verschiedenen Bereiche des MLJ nicht einzelnen Ansichten entsprechen, die nur alleine angezeigt werden können. Vielmehr werden die genannten Bereiche in Ebenen dargestellt, die sich überlagern und zu jeder Zeit an jeder beliebigen Stelle aufgerufen werden können. Der Bereich „Versuche“ stellt dabei die unterste Ebene dar und kann mit einer Tischplatte verglichen werden. Auf dieser Tischplatte lassen sich die anderen Ebenen einblenden. Somit bilden die Versuche eines Wissenschaftlers die Basis für das System. Die unten stehende Abbildung visualisiert dieses Prinzip und gibt einen groben Überblick über die Systemstruktur des MLJ.

    Aufteilung des MLJ in Ebenen und Bereiche

    Aufteilung des MLJ in Ebenen und Bereiche

    Prinzipien der Bedienung

    Für die Bedienung des MLJ-Systems gelten bestimmte Prinzipien. Einzelne Elemente, wie z.B. Bilder, Texte oder Schaltflächen, werden mit nur einem Finger bedient. Gruppen von Elementen, wie z.B. ein Dokument, was mehrere einzelne Elemente enthält, oder die Visualisierung der Versuche, werden mit zwei Fingern manipuliert. Zum Scrollen von Listen, Dokumenten etc. werden ebenfalls zwei Finger benötigt.
    Zusätzlich zur Bedienung mit Fingern kommt beim MLJ auch ein Stift zum Einsatz. Dieser ermöglicht ein einfaches Eingeben von Texten, das dem natürlichen Schreiben sehr nahe kommt. Als Alternative zum Stift bietet das System eine virtuelle Tastatur an. Die Tastatur ist wichtig, falls ein Stift abhanden gekommen ist oder aus anderen Gründen nicht genutzt wird. Dabei ist anzumerken, dass die Bedienung durch Berührung und Tastatur umständlicher ist als durch Touch und Stift. Dem Nutzer wird die Freiheit gelassen, sich zwischen den erwähnten Alternativen zu entscheiden.
    Die beschriebenen Prinzipien zur Bedienung sind unter Umständen nicht komplett intuitiv und müssen gelernt werden. Die Komplexität des Systems macht es nötig, komplexere Gesten zu verwenden. Da das MLJ ein Arbeitswerkzeug ist, mit dem die Zielgruppe sehr oft arbeitet, ist ein gewisser Lernaufwand gerechtfertigt.

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