• Interface- und Interaktionskonzept: Zusammenfassung und Übersicht

    Nachdem wir alle Bereiche des Systemkonzeptes einzeln betrachtet haben, kommt nun mal eine Übersicht über das gesamte Gefüge, was das “große Ganze” vielleicht etwas besser verständlich macht.

    MLJ Gesamtüberblick

    MLJ Gesamtüberblick

    In den vorherigen Artikeln haben wir detailliert das Konzept des MLJ erläutert. Ziel des Systems ist es Nutzerbedürfnisse zu befriedigen. Auf welche Art und Weise dies beim MLJ erreicht wird, fasst der folgende Artikel zusammen.

    • Das MLJ-System besteht aus einer Multitouch-Oberfläche, die in einen ergonomischen Laborarbeitsplatz integriert ist. Der Nutzer kann das System somit bequem, mit wenig physischer Anstrenung bedienen und erhält sein körperliches Wohl.
    • Hard- und Softwarekonzept des MLJ lassen zu, dass der Wissenschaftler über verschiedene Geräte auf die Daten des MLJ zugreifen kann. Dies trägt zur Autonomie des Nutzers bei, weil er nicht auf ein bestimmtes Gerät, eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Ort festgelegt ist.
    • Das System garantiert die  Beweis- und Verlust-Sicherheit der Daten.
    • Die Visualisierung der Versuche stellt alle Versuche eines Wissenschaftlers in einer Art Baumstruktur dar. Dabei gibt es Vererbungsbeziehungen zwischen Versuchen einer Versuchsreihe und semantische Verbindungen zwischen ähnlichen Versuchen. Die  Visualisierung hilft gleich mehrere Bedürfnisse des Nutzer zu befriedigen. Durch die übersichtliche und geordnete Darstellung wird ein Gefühl der Kompetenz vermittelt, denn der Wissenschaftler hat jederzeit einen Überblick über seine Arbeit. Die Visualisierung in der niedrigsten Vergrößerungsstufe fördert das Gefühl der Zugehörigkeit zur Arbeitsgruppe. Zwischen den Versuchen  verschiedener Personen werden Verbindungen gezeigt und die gesamte Forschungsarbeit wird als eine Art Universum dargestellt. Beides unterstützt die Kollaboration und Zusammenarbeit von Kollegen. Weiter ist die Visualisierung auch für Selbstachtung und Stimulation wichtig, weil sie alle Arbeit sowie die bisherigen Erfolge anschaulich darstellt. Ein Wissenschaftler sieht so, was er bereits geleistet hat und wird motiviert noch mehr zu leisten.
    • Die Unterscheidung in Präsentations- und Arbeitsmodus hilft dem Nutzer, schnell und einfach mit dem Laborbuch zu arbeiten, gleichzeitig aber auch ein ansprechendes Layout zu wahren. Der Präsentationsmodus hilft weiter dabei, die Arbeit nachvollziehbar zu dokumentieren und erleichtert dadurch das Erstellen von wissenschafltichen Publikationen, was der Selbstverwirklichung des Wissneschaftlers dienlich ist.  Der Arbeitsmodus bietet viele Funktionalitäten zum schnellen und einfachen Dokumentieren von Versuchen. Drei intelligente Eingabemodi unterstützen den Nutzer bei der Eingabe.
    • Flexibel gestaltete Menüs, wie z.B. das Handmenü, geben dem Nutzer sehr viel Kontrolle über die Anwendung.

    Das Konzept des MLJ ist für die Interaktion mit einen berührungsempfindlichen Bildschirm optimiert und nutzt die Möglichkeiten, die sich aus dem hybriden Labor ergeben. Dabei geht es über die Funktionen des klassischen Laborbuches hinaus und bietet zahlreiche zusätzliche Funktionen zu Planung, Dokumentation, Organisation und Kommunikation von Arbeit in einem biochemischen Labor.

     Zukunftsvision

    MLJ im Labor

    MLJ im Labor

    Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart arbeitet bereits an einem Prototyp des Multitouch Lab Journal. Die nebenstehende Abbildung zeigt, wie das implementierte System in einem Labor aussehen könnte (Fotomontage).

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