• Interface- und Interaktionskonzept: Bereichsebenen

    Neben dem Bereich “Versuchse”,  gliedert sich das MLJ in die vier weiteren Systembereiche “Kommunikation, Wissen, Ressourcen und Planung”. Diese legen sich wie Ebenen über das restliche System. Die untere Abbildung zeigt beispielhaft die Bereichsebene “Ressourcen”, die im Arbeitsmodus aufgerufen wurde.

    Bereichsebene Ressourcen

    Bereichsebene Ressourcen

    Interaktion

    Der Aufbau einer Bereichsebene folgt einem Akkordeonprinzip, bei dem Überkategorien jeweils untergeordnete Informationen führen. Ein Tip auf eine Leiste mit Überbegriff öffnet die entsprechende Kategorie. Innerhalb einer Kategorie kann der Nutzer verschiedene  Funktionen ausführen und Detailinformationen, z.B. zu Geräten, abrufen. Die Auswahl eines konkreten Gerätes erfolgt ähnlich wie beim Werkzeugmenü im Arbeitsmodus.
    Alle Geräte einer Klasse sind auf einem Band angeordnet, welches sich nach links und rechts schieben lässt. Diese Art der Interkation gilt z.B. auch
    für die Auswahl von Personen in der Bereichsebene Kommunikation. Wichtig bei der Interaktion mit den Bereichsebenen ist das Drag ‘n‘  Drop-Prinzip, das dazu dient Verknüpfungen zu erstellen. Verknüfpungen werden im Dokumentenfächer als Symbole dargestellt, die den schnellen Zugriff auf Bereichsebenen erlauben (z.B. ein Tip auf das Symbol der verwendeten Zentrifuge, führt zum Geräteblatt in der Kategorie Geräte im Bereich “Ressourcen”, vgl. Artikel über die “Dokumentaiton”). Um eine Verknüpfpung im Versuchsdokument zu erstellen, muss der Nutzer das entsprechende Objekt in der Bereichsebene mit einem langen Tip herauslösen und kann es dann in den Dokumentenfächer ziehen und dort fallen lassen (vgl. untere Abbildung). Dadruch können Arbeitsschritte mit Geräten verknüpft werden.  Gleiches gilt auch für andere Arten von Verknüpfungen. Wenn z.B. das Symbol einer Person auf einen Versuchsknoten in der Präsentationsansicht gezogen wird, so ist diese Person mit dem Versuch verknüpft und erscheint als „Partner“ in der Detailansicht des  Knotens. Aufgerufen werden die Bereichsebenen entweder über das Menü in der Seitenleiste oder über das “Handmenü“.

    Herstellen einer Verknüpfung durch Drag n' Drop

    Herstellen einer Verknüpfung durch Drag n' Drop

    Bereichsebene: Kommunikation

    Gelungene Forschungstätigkeit setzt eine gute Kommunikation in der Arbeitsgruppe sowie nach Außen voraus. Informationen müssen mit Kollegen ausgetauscht und Messergebnisse an auswärtige Partner geschickt werden. Der Kommunikationsbereich beinhaltet die dafür notwendigen Funktionen. Angelehnt an gängige E-Mail-Programme, gibt es die Möglichkeit, E-Mails mit Anhängen zu verschicken und zu verwalten. Außerdem enthält der Bereich gewissen Funktionen eines sozialen Netzwerks, um die Kommunikation innerhalb der Arbeitsgruppe zu fördern. Im Profil jedes Nutzers werden seine Aktivitäten sowie die Statusnachrichten angezeigt.

    Bereichsebene: Wissen

    Die Bereichsebene „Wissen“ beinhaltet alle nötigen Funktionen für die Recherche. Bevor ein Wissenschaftler einen Versuch oder eine  Versuchsreihe beginnt, recherchiert er relevante Informationen dazu. Die Bereichsebene „Wissen“ bietet Zugang zu diversen Informationsquellen, wie z.B. der Dokumentenverwaltung des Labors, verschiedenen wissenschaftlichen Publikationskatalogen und einem Wiki, das von allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe gepflegt wird. Die Bereichsebene lehnt sich konzeptionell an die Metapher eines Schrankes an, der Bücher und Ordner enthält. Weiter gibt es Bibliotheken mit Vorlagen zu Methoden und Verfahren, die in den Dokumentfächer importiert werden können. So spart sich der Wissenschaftler Zeit, wenn er eine standardisierte Methode verwendet. Darüber hinaus kann er auch eigene Vorlagen anlegen und diese über die zentrale Dokumentenverwaltung mit anderen teilen.

    Bereichsebene: Ressourcen

    In der Nutzungskontextanalyse hat sich gezeigt, dass Ressourcen im Labor häufig geteilt werden. Dies hängt unter anderem mit den hohen Anschaffungskosten mancher Geräte oder Reagenzien zusammen. Die Bereichsebene “Ressourcen“ enthält alle Funktionen, die zum Teilen und Verwalten von Ressourcen nötig sind. Die Ebene teilt sich dabei in die Kategorien:

    •  Material
    •  Geräte
    •  Räume

    In der Kategorie „Material“ lassen sich Reagenzien verwalten und gegebenenfalls neu bestellen. Das MLJ visualisiert den aktuellen Materialbestand sowie aufgegebene Bestellungen. Die Kategorie „Geräte“ erlaubt es, auf eine Sammlung verschiedener Geräte im Labor zuzugreifen und diese für die eigene Nutzung zu reservieren. Ergebnisse, die z.B. von einem Analysegerät geliefert werden, können per Drag ‘n‘ Drop in den Dokumentenfächer übernommen werden. Desweiteren können hier Raumbelegungspläne eingeehen werden und Räume reserivert werden.

    Bereichsebene: Planung

    Die Bereichsebene „Planung“ ähnelt einem Kalender und bietet Funktionen zum Planen von Versuchen und den dazugehörigen Aufgaben. Die Bereichsebene fasst alle Kalender von Personen, Geräten, Versuchen etc. zusammen und stellt diese in einer großen Kalenderansicht dar. Diese kann gefiltert und vergrößert werden, wie dies z.B. auch bei Projektplanungsprogrammen möglich ist. Es lassen sich neue Versuche planen,  Aufgaben anlegen und zuweisen, sowie Reservierungen von Ressourcen vornehmen. Dabei kommt das iCalendar-Format zum Einsatz. Dieses spezielle Datenformat „ist ein Standard zum Austausch von Kalenderinformationen“. So können die Nutzer auch über andere Programme, wie z.B. Microsoft Outlook auf die Bereichsebene „Planung“ zugreifen.

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