• Persona

    Die folgende Persona (Nutzerprofil nach Cooper) beschreibt die Nutzergruppe für unser Multitouch Lab Journal.

    Susanne Dreher – Doktorandin (Immunbiologie)

    „Im Prinzip ist es wie Kochen. Ich habe meine Zutaten und ein Rezept“.

    So beschreibt Susanne Dreher ihre Arbeit im Labor der Universität Heidelberg. Die 28-jährige ist Doktorandin im Bereich Immunbiologie und arbeitet an einem Forschungsprojekt Ihres Lehrstuhls. Vereinfacht geht es bei diesem Projekt um eine Methode zur Früherkennung von Krebszellen. Susanne ist dabei in eine Arbeitsgruppe eingebunden. Der Institutsleiter hat jedem in der Gruppe einen eigenen Teilaspekt der Fragestellung übertragen. Grundsätzlich arbeiten die Teammitglieder unabhängig voneinander, tauschen sich aber oft aus und unterstützen sich bei ihren Forschungen. Einmal in der Woche trifft sich die Arbeitsgruppe in einem Teammeeting. Dabei tauschen die Forscher ihre Erfahrungen aus, präsentieren den anderen Teammitgliedern und dem Vorgesetzten den Stand ihrer Arbeit und diskutieren das weitere Vorgehen. Susanne mag ihr Team weil alle sich gegenseitig helfen: „Wenn ich vergessen habe wie eine Methode genau funktioniert frage ich einfach kurz meinen Kollegen. Der zeigt mir dann wie’s geht“.Seit etwa drei Jahren führt Susanne ein Laborbuch, das sie als „Heiligtum“ bezeichnet. „Mein Laborbuch hilft mir die Übersicht zu behalten und meine Arbeit zu strukturieren. Das Dokumentieren ist zwar nervig, aber es ist sehr wichtig! Außerdem bilden meine Aufzeichnungen aus dem Labor auch die Grundlage für meine Dissertation.“ Tatsächlich ist Susanne sogar verpflichtet ein Laborbuch zu führen, wie alle, die im Institut arbeiten. Das dient zu Archivierungs-Zwecken im Archiv der Universität und für den Fall, dass es vor Gericht zu Patent-Streitfällen kommt. Zu diesem Thema gibt Susanne allerdings zu: „Vor Gericht hätte mein Journal sicher keinen Bestand. Dafür müsste man es konsequenter und genauer führen aber das ist mir zu viel Arbeit. Ich führe das Laborbuch eher für mich selbst.“

    Im Laufe der Zeit hat sich Susannes Arbeit mit dem Laborbuch verändert. Als Diplomandin hat sie es ausschließlich in Papierform geführt, nutzte im Laufe der Zeit aber mehr und mehr den PC. Im Moment führt sie doppelt Buch: analog und digital. Am liebsten würde die Biologin nur noch ein digitales Laborbuch führen: „da kann ich Dinge besser Suchen, viele Teile einfach kopieren und mir viel Arbeitsaufwand sparen“. Einen Vorteil des Papier-Laborbuchs sieht sie aber darin, dass es mobil und äußerst flexibel ist. Susanne bewegt sich zwischen verschiedenen Laboren und ihrem Büro. Das Buch kann sie bequem mitnehmen und schnelle Notizen und Hinweise hinein kritzeln. Sie kann es auch verwenden um Kollegen ihre Arbeit zu zeigen ohne einen Computer dafür zu benötigen.

    Wenn Sie an ihrem Desktop-Computer arbeitet, nutzt Sie die klassischen Microsoft Office Produkte wie z.B. Word, Excel und PowerPoint. In Schule und Studium hat sie gelernt damit um zu gehen, stößt aber trotzdem immer wieder auf Probleme. Neben Office nutzt Susanne auch ein paar andre Softwareprogramme z.B. um chemische Strukturformeln zu zeichnen. Privat verwendet die 28-jährige ihren Laptop vor Allem zum Surfen im Internet, der Kommunikation mit Freunden, sowie zum Anschauen von Bildern und Videos. Obwohl sie sich gut auskennt und fast täglich einen Computer nutzt, würde sich Susanne selbst nicht als „Experte“ einschätzen. Neuer Technik gegenüber ist die Doktorandin dennoch aufgeschlossen. „Mein Freund hat ein neues iPhone, das ist total cool. So was hätte ich auch gerne“, schwärmt sie.

    Für das „herumspielen“ mit digitalen Geräten hat Susanne allerdings wenig Zeit. Ihre Arbeit lastet sie voll aus und sie muss teilweiße auch am Wochenende arbeiten. „Das ist echt anstrengend. Wir müssen viel Arbeiten und die Bezahlung ist nicht gerade üppig“, beklagt sie sich. Deshalb will sie nach ihrer Dissertation auch in die Industrie wechseln. Vorher muss sie aber noch ihrem Forschungsziel näher kommen und benötigt neuartige Ergebnisse, die sie veröffentlichen kann. Wie lange das dauert lässt sich allerdings schwer sagen. „Forschung ist kein linearer Prozess. Wir tappen oft im Dunkeln, probieren verschiedene Dinge aus und hoffen, dass etwas Sinnvolles dabei rauskommt.“ Wer weiß, vielleicht gelingt aber gerade Susanne der entscheidende Durchbruch auf dem Gebiet der Krebsforschung?

    Susannes Ziele:

    • Ihrem Forschungsziel näher kommen
    • Ihren Vorgesetzten zufriedenstellen und ein wertvoller Teil des Teams sein
    • Ihre Arbeit veröffentlichen und erfolgreich Promovieren

    Aufgaben:

    • Planung von Versuchsreihen und einzelner Versuche
    • Durchführung eines Versuchs
    • Analyse der Ergebnisse
    • Dokumentation der Arbeit
    • Präsentation und Veröffentlichung der Arbeit

    Rollen:

    • Teammitglied – Sie ist Teil einer Gruppe, in der man sich gegenseitig unterstützt, aber auch auf einander Rücksicht nehmen und teilen muss
    • Unabhängiger Forscher – Sie führt selbstständig Versuche durch und kann sich ihre Arbeit frei einteilen
    • Aufgabenvermittler – Sie delegiert Arbeit an Unterstellte (Hiwi/Praktikant) und externe Partner

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