• Arbeitsmethodik

    Ziel unserer Recherchebemühungen ist das “Kennenlernen” des Nutzers mit seinen Aufgaben und Zielen. Daraus sollen Anforderungen und Ideen für das zu konzipierende System generiert werden. Im Zuge des Contextual Design Prozesses folgt auf die Sammlung von Daten aus dem Nutzungskontext, der “Data Consolidation“-Schritt in dem die gesammelten Daten aufbereitet und aggregiert werden. Das Anfertigen eines “Affinity Diagrams” (nach Beyer+Holtzblatt) half uns die vorliegenden Informationen in drei Schritten zu verdichten.

    1. Nach jedem “Contextual Inquiry” folgte eine Interpretationssitzung, in der die wichtigsten Aspekte aus dem Interview schriftlich festgehalten wurden. Für das Affinity Diagram haben wir diese Äußerungen dann gedruckt und auseinandergeschnitten. Anschließend haben wir die Aussagen gruppiert und Überbegriffe definiert. Dabei ist der Überbegriff aus der Perspektive des Nutzers formuliert, z.B.: “Ich organisiere meine Arbeit um Zeit und Ressourcen effektiv zu nutzen“.
    2. Die Überbegriffe wurden im nächsten Schritt ein weiteres mal verdichtet und zu einem übergeordneten Themengebiet zusammengefasst. Zum Beispiel ist die Aussage aus der ersten Runde, gemeinsam mit Anderen,  nun Teil des Themengebiets: “Ich plane und organisiere meine Arbeit”.
    3. Im dritten Schritt wurden die Gruppierungen der zweiten Runde ein letztes mal verdichtet. Aus diesem Schritt resultieren sehr abstrakte Begriffe, wie z.B. Individualität oder Effizienz.

    Um ein klareres Bild von der Arbeitsweise des Nutzers und der ihn umgebenden Faktoren zu bekommen beschäftigten wir uns außerdem eingängiger mit den Artefakten, die wir während der Kontextinterviews gesammelt haben. Daraus resultierten Arbeitsmodelle, wie das “Cultural model” oder das “Work model”.

    Alle diese Arbeitsdokumente dienen dazu, im nächsten Schritt eine ganzheitliche Vision des neuen Systems zu entwickeln. Dafür haben wir das Affinity Diagram, die Modelle und die Artefakte an einer großen Wand angebracht. Dies stellte eine enorme Bereicherung für das Brainstorming dar und förderte die Diskussion im Team.

    Schlagwörter: , , , ,

Dieser Artikel hat noch keine Kommentare.


Trackbacks/Pingbacks

  1. Interface- und Interaktionskonzept: Basics | Multitouch Lab Journal
  2. Fazit, Ausblick und Aktuelles | Multitouch Lab Journal

Sag und deine Meinung!