Archiv f&für; Oktober, 2010

  • User Experience

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    “What we are creating is less a product than a context for experience”, schreibt Bill Buxton über die Entwicklung von interaktiven Produkten. Auch das MLJ stellt einen solchen Kontext für Erfahrungen dar. Wie bereits erwähnt, liegt der Fokus bei der Entwicklung des künftigen Systems auf einer nutzerzentrierten und ganzheitlichen Herangehensweise. Die Definition der Anforderungen an das System folgt deshalb einer nutzerzentrierten Sicht und basiert auf der Annahme, dass eine positive User Experience (dt. Nutzungserleben) den Rahmen für alle weiteren Anforderungen an das System bildet.

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  • Das Laborbuch

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    „Ein Laborjournal oder Laborbuch ist ein Notizbuch in dem die Planung, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Experimenten dokumentiert wird.“ (Wikipedia, 2009).

    Zweck

    Der Zweck eines Laborbuches ist, dass Experimente nachvollziehbar dokumentiert werden. Obwohl diese Arbeit sehr zweitaufwendig ist, sind Laborbücher aus dem Labor-Alltag nicht weg zu denken. Die Gründe dafür sind vielfältig und werden in der folgenden Aufzählung kurz erläutert:

    • Das Laborbuch ist die Grundlage für wissenschaftliche Publikationen. Ebel und Bliefert bezeichnen Laborbücher als die „Keimzelle der naturwissenschaftlichen Literatur“ (1998, S. 11). In der Regel werden die Daten aus einem Laborbuch ausgewertet und interpretiert. Falls dabei interessante Ergebnisse erzielt werden, können diese später in einem wissenschaftlichen Bericht veröffentlicht werden.
    • Ein Laborbuch hilft beim Arbeitsmanagement im Labor. Für viele Wissenschaftler dient es als Gedächtnisstütze und hilft beim Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. In diesem Sinne ist das Laborbuch ein richtiges Arbeitsbuch und kann mit To-Do-Listen und Notizzetteln verglichen werden.
    • Des Weiteren hilft ein Laborbuch bei der Archivierung von Informationen. Falls zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal die Daten aus einer Reihe von Experimenten benötigt werden, kann auf das Laborbuch zurückgegriffen werden. Dies ist besonders wichtig, wenn z.B. ein Mitarbeiter die Forschungseinrichtung verlässt.
    • Ein Laborbuch stellt ein wichtiges Dokument dar, was rechtlich Relevant werden könnte. Bei Rechtsstreitigkeiten wie z.B. einer Patentrechtsverletzung, dient das Laborbuch als Nachweis, dass Versuche wie behauptet durchgeführt wurden.

    Form

    Grundsätzlich werden zwei Arten von Laborbüchern unterschieden: Das „manuelle“ und das elektronische Laborbuch.Dazwischen gibt es unzählige Mischformen, die aus handschriftlichen Aufzeichnungen bestehen, die später auf den Computer übertragen werden. In der Literatur finden sich aber fast ausnahmslos Hinweise zum manuellen Laborbuch, weil dieses authentischer ist als sein elektronisches Gegenstück. Falls es zu gerichtlichen Streitigkeiten kommt, haben elektronische Laborbücher nur schwer Bestand, da sie leichter gefälscht werden können. Daher wird in Laboren meist ein manuelles Laborbuch bevorzugt. Bliefert und Ebel (1998) weißen darauf hin, dass ein gebundenes Notizbuch verwendet werden soll, Achstetter und Klöck empfehlen eine„gebundene Kladde mit stabilem Umschlag“ (2009, S.90). Solche Notizbücher können in jedem gewöhnlichen Schreibwarenladen gekauft werden, wobei meistens auf das DIN-A4-Format zurückgegriffen wird (Michler & Fössel, 2010).  Im Fachhandel gibt es darüber hinaus auch spezielle Laborbücher mit nummerierten Seiten und Vordruck z.B. für Kontaktdaten. Lose Blätter, Ringbücher und Ähnliches sind nicht als Laborbuch zulässig. » Mehr…