Archiv f&für; September, 2010

  • Nutzerzentrierter Gestaltungsprozess

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    Das Ziel unserer Bachelorarbeit ist die Konzeption und Gestaltung eines elektronischen Laborbuchs, als multitouch-fähige Softwareanwendung. Die Anwendung soll dabei einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen Laborbuch besitzen. Bei unserer Arbeiten wollen wir deshalb besonderes Augenmerk auf die Gebrauchstauglichkeit (Usability) und eine positive Nutzungserfahrung (User Experience) legen.

    Der Nutzerzentrierte Gestaltungsprozess

    Eine Anwendung, die nützlich ist und  gleichzeitig Spaß macht, entsteht aber nicht durch Zufall. Im Gegenteil, hierfür wird ein fundierter und strukturierter Prozess benötigt. Genau zu diesem Zweck wurde der Nutzerzentrierte Gestaltungsprozess (User Centred Design Process -  UCD) entwickelt. Er gilt heute als Standard bei der Entwicklung von interaktiven Produkten und wird weltweit praktiziert. Nach Burmester (2007) herrscht über die Eckpunkte des Gestaltungsprozesses und dem methodischen Vorgehen in Forschung und Praxis weitgehend Einigkeit. Außerdem ist die Nutzerzentrierte Gestaltung in der DIN ISO 13407-Norm festgeschrieben worden.

    Der Nutzerzentrierte Gestaltungsprozess stellt, wie der Name schon sagt, den Nutzer in den Mittelpunkt. Dabei ist der Nutzer mit seinen Bedürfnissen, Interessen, Zielen, Aufgaben und seiner Umgebung, der Maßstab für die Entwicklung des Produktes.

    Nutzerzentrierter Gestaltungsprozess (Grafik: www.telono.com)

    Nutzerzentrierter Gestaltungsprozess (Grafik: www.telono.com)

    Der Prozess selbst besteht aus den vier aufeinanderfolgenden Phasen: Analyse, Gestaltung, Prototyping und Evaluation. Wichtig ist dabei, dass der Prozess iterativ abläuft, d.h. die einzelnen Phasen bei Bedarf wiederholt werden. Mit den Ergebnissen aus der Evaluation eines ersten Prototyps wird also ein neuer Durchgang gestartet und ein zweiter, besserer Prototyp entwickelt. So werden Gestaltungsideen immer wieder überprüft und es entsteht, in mehreren Durchläufen, ein nutzerfreundliches Produkt. Für jede der vier Phasen gibt es eine Fülle an fundierten Methoden. » Mehr…

  • Das hybride Labor der Zukunft

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    Arbeiten im Labor

    In industriellen Hochdurchsatzlaboren werden viele Arbeitsprozesse häufig wiederholt. Ziel von solchen Laboren ist es, einen bestimmten Stoff möglichst günstig herzustellen. Die Arbeit wird dabei schon längst von Maschinen erledigt, die bestimmte Aufgaben schnell und zuverlässig erfüllen können. Forschungslabore dagegen dienen einem anderen Zweck. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität aus und sind auf manuelle Arbeit ausgelegt, was bei Forschungsarbeit wichtig ist. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch Ineffizienz. Einen Großteil ihrer Arbeit verbringen Labormitarbeiter nicht mit dem eigentlichen Experiment, sondern mit anderen Tätigkeiten. Dazu gehören z.B. die Planung eines Experiments, das Bereitstellen von Geräten, das Holen und Bringen von Reagenzien, sowie die Dokumentation und Auswertung ihrer Arbeit. Deshalb ist ein intelligentes und flexibles System nötig, das dem Forscher lästige Arbeiten abnimmt, damit er sich besser auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren kann.

    Das hybride Labor

    Lab4Lab Modell

    Lab4Lab Modell

    Der Roboter wird den Forscher nicht ersetzen können. Aber er kann ihm lästige Aufgaben abnehmen und die Forschungsarbeit angenehmer und effizienter machen. Seit mehreren Jahren arbeitet das Fraunhofer Insitut für Produktionstechnik und Automatisierung (Fraunhofer IPA) am Labor der Zukunft. Im Projekt “Lab4Lab” wurden dabei verschiedene Komponenten für das “hybride Labor” entwickelt, die miteinander vernetzt sind. Das Labor beinhaltet unter anderem ein automatisiertes Transport- und Lagerungssystem (“Tischlein deck dich”), ein vollautomatisiertes Modul (m:Pal) und einen hybriden Arbeitsplatz. Das m:Pal-System dient dazu, repetitive Aufgaben von einer Maschine ausführen zu lassen. Der hybride Arbeitsplatz ist ein manueller Arbeitsplatz, der durch halb- oder vollautomatisierte Systeme unterstützt wird. An diesem Arbeitsplatz befindet sich auch ein Touch-Screen, der die Schnittstelle (i:NLET) für das Laborinformations-Management-System (LIMS) darstellt. » Mehr…

  • Interaktives Laborbuch BA

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    Hallo Welt!

    Willkommen auf unserem kleinen Weblog. In diesem Blog dokumentieren wir den Stand unserer Bachelorarbeit. Wir, das sind Vitali Fischbein und Jürgen Röhm – zwei Studenten der HdM Stuttgart. Thema unserer Arbeit ist es, ein multitouch-fähiges Laborbuch für biochemische Forschungslabore zu entwickeln. Wir wollen eine nutzerzentrierte, intuitive Anwendung konzipieren, welche die Forschungsarbeit ein Stück effizienter macht. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA und gehört zu unserem Informationsdesign-Studium an der Hochschule der Medien in Stuttgart.